Europäische Reiseversicherung: Kräftiges Wachstum auch im Krisenjahr 2009

Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Sturzlbaum und Mag.Wolfgang Lackner, Vorstandsmitglied und CFO, bei der Präsentation der Bilanz 2009.
 
Foto: ERV
 
Das Unternehmen der Generali Gruppe erzielte mit einer Steigerung der  Prämienumsätze um 9,3 Prozent auf 50,7 Mio. Euro und dem  Überschreiten der Zwei-Millionen-Grenze bei den Reisenden das beste Ergebnis seiner Geschichte. Alle Geschäftsbereiche einschließlich des Auslands-engagements brachten Zuwächse, ein Schadenverlauf ohne besonders belastende Ereignisse und ein konsequentes Kostenmanagement führten zu einem mit 2,9 Mio. Euro fast verdoppelten operativen Ergebnis. Durch Entwicklung der Kapitalerträge konnte auch der  Bilanzgewinn mit 1,25 Mio. Euro auf das mehr als Zweifache des Vorjahres gesteigert werden. 
 
„Wir haben unsere führende Position weiter gefestigt und ausgebaut und unsere Produkte an die Bedürfnisse unserer  Kunden und Partner angepasst“, stellt dazu der Vorstandsvorsitzende der Europäischen, Dr. Martin Sturzlbaum, fest. 
 
Diskussionen  in der Öffentlichkeit über den unzureichenden Schutz durch die e-Card und die exorbitanten Kosten für  medizinische Versorgung im Ausland tragen dazu bei, dass  bereits mehr als 60 Prozent der über Reisebüros gebuchten Reisen versichert sind. Stark ausbaufähig ist die Absicherung bei selbst organisierten Reisen. Hier sind erst rund 15 Prozent der Menschen abgesichert! 
 
Von der Tourismuswirtschaft wird der Abschluss von Reiseversicherungen forciert, weil dadurch über die  Absicherung ihrer Kunden hinaus wesentliche  Deckungs-beiträge  erzielt und Ausfälle vor allem durch Reisestorno kompensiert werden.
Das gilt auch für die  Hotellerie: Bereits mehr als 3.200 Hotels bieten ihren Gästen bei der Buchung die Hotelstorno Plus Versicherung  an, die neben dem Storno-schutz auch die hohen Such- und Bergungskosten bei Berg- bzw. Skiunfällen – samt Hubschraubertransport – abdeckt. Das weitreichende  Haftungsrisiko für den Dienstgeber veranlasst immer mehr Unternehmen, für ihre Mitarbeiter die von der Europäischen speziell für diesen  Einbrüchen bis 30 Prozent bei den Geschäftsreisen wurde ein zweistelliges Plus bei Neukundenabschlüssen erreicht. 
 
Der Schadenverlauf war ohne Großereignisse wie  Naturkatastrophen oder Epidemien in Zielgebieten im abgelaufenen Jahr 2009 moderat. Die Aufwendungen für die Schadenfälle waren mit 23,4 Mio. Euro fast unverändert, 
die Stornofälle, gefolgt von den Leistungen aus der  Krankenversicherung mit 6,8 Mio. Euro. Der Aufwand für Großschäden über 50.000 Euro war mit 4,7 Mio. zwar um 10 Prozent niedriger als im Vorjahr, mehrere Einzelereignisse überschritten allerdings 200.000 Euro – der höchste Fall betrug 372.000 Euro –, vor allem durch 
längere Krankenhausaufenthalte im Ausland und teure  Rücktransporte im Ambulanzjet. 
 Die Europäische nahm das zum Anlass, bei ihrem neuen Premium-Produkt Komplett-Schutz Plus die Deckungssummen  auf 500.000 Euro (für Familien 1 Mio. Euro) zu  verdoppeln. „Wir haben auch die akzeptierten Stornogründe um 20 Punkte erweitert“, erklärt Dr. Martin Sturzlbaum. „Das Ziel sind perfekt abgesicherte Urlaube. Bei unseren Versicherungsprodukten gibt es daher auch so gut wie keine Selbstbehalte und nur wenige Versicherungsausschlüsse.“ 
 
Die Auslandsengagements der Europäischen in Russland, in der Ukraine, Slowakei, Tschechischen Republik, in Ungarn, Slowenien und Südtirol entwickelten sich trotz  zum Teil massiver Einbrüche im Tourismus alle positiv. 
Die beiden österreichischen Tochtergesellschaften  ebenfalls: Das Training Center TTC hat seine Schulungstätigkeit für Reisebürofachkräfte weiter ausgebaut, die Versicherungsmakler GmbH Care Consult  erzielte im Touristiksektor mit speziellen Versicherungslösungen einen Zuwachs von 30 Prozent. 
 
Für das laufende Jahr 2010 rechnet Dr. Martin Sturzlbaum  trotz einer volatilen Wirtschaftsentwicklung mit einem positiven Trend. „Als Kompetenzzentrum für Sicherheit  auf Reisen sehen wir nach wie vor ein großes Marktpotential, das sich mit guten Produkten ausschöpfen  lässt.“ Das betrifft nicht zuletzt den großen, noch weitgehend unentwickelten Bereich der nicht über Reisebüros organisierten Reisen: Die „Jahresversicherungen“ der Europäischen, die alle im In- und Ausland im Vorjahr zweistellige Zuwachsraten.
                        
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